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4 SURVIVAL TIPPS FÜR DIE SCHREISTUNDE

Liebe Mamas, kennt Ihr das? Ihr habt Euch den ganzen Tag ums Kind gekümmert. Habt Euch zum Spielen verabredet, ausgiebig Zeit mit Eurem Kleinen verbracht, vorbildlich Mittagsschlaf gehalten. Und doch: wie ein Uhrwerk beginnt das Kind kurz vor dem Abendessen wieder zu Quengeln. Es klagt und meckert was das Zeug hält und man kann ihm einfach nichts mehr recht machen. "Möchtest Du etwas essen? Etwas Trinken? Ein Buch anschauen?" Nichts hilft, und - bei aller Liebe - Ihr seid froh, wenn das Kleine endlich im Bettchen schlummert.

 

Dieses "Abendtief" - die Zeit zwischen 16-19 Uhr - taucht tatsächlich bei jedem Baby und Kleinkind regelmäßig auf. Man spricht auch von der "Schreistunde". Denn oft können die Kleinen sich nur über lauthalses Dauerschreien verständigen. Was hinter diesem Phänomen liegt, ist nicht 100%ig erwiesen. Vermutet wird, dass alle Eindrücke des Tages verarbeitet werden müssen. Umso mehr Verabredungen und somit Eindrücke man dem Kind mitgibt, umso schlimmer wird es häufig. Hinzu kommen gerade bei Babys Bauchschmerzen oder auch der Hunger. Und in Kombination mit Müdigkeit ist es gerade für mich als Working Mum immer wieder eine echte Herausforderung.

 

Emilia ist im März geboren, sodass ich gerade im Sommer wunderschöne Erfahrungen mit dieser Schreistunde sammeln durfte. Ich habe jeden Abend aufs Neue mit einem Spaziergang versucht, sie zu beruhigen. Und Ihr könnt Euch wahrscheinlich vorstellen, wie ich darauf brannte, mich mit einem brüllenden Kind im Kinderwagen an den Cafés und Bars in Frankfurt vorbeizudrücken. Die Schönen und Reichen saßen - Cocktails schlürfend - im Straßencafé. Und ich: ungewaschene Haare (wann soll man das denn bitte machen???), Dutt, Essensflecken, ungeschminkt... Ich glaube ich habe so einige mitleidige Blicke geerntet.

 

Inzwischen sind wir aufs Land "geflohen" (vielleicht um diesen Blicken zu entkommen). Aber dennoch habe ich in dieser Zeit Strategien entwickelt, um Emilia ein Entertainment vom Feinsten zu liefern. Und siehe da - häufig gelingt es mir damit, sie von ihrer Müdigkeit und Quengelei abzulenken. Vielleicht hilft es auch bei Euch?! Natürlich bin ich kein Pädagoge, und ergeben haben sich meine Tipps aus dem Trial & Error Prinzip (was ich im Job kann, kann ich zuhause schon lange ;)). Also probiert es einfach aus!

 

1.     Dancing Queen
Musik hilft bei Liebeskummer, Einsamkeit und Freude. Warum sollte es nicht bei uns helfen? Daher habe ich angefangen, abends die Musik aufzudrehen und ein paar Lieblingssongs aufzulegen. Lauthals mitzusingen und zu tanzen hat ihr sofort gefallen :) Anfangs wippend und klatschend, inzwischen schon hüpfend und drehend, versucht sie mich zu imitieren. Sehr witzig :) Aber Achtung: unbedingt alle Rollläden geschlossen halten! Es könnte leicht peinlich werden, wenn einen die Nachbarn dabei beobachten :)

 

2.      Eiszeit
Für den Sommer gilt: Schreizeit = Eiszeit. Emilia benutzt das Wort "Eis" an die 100 Mal am Tag und könnte zu jeder Tages- und Nachtzeit Eis essen. Und ich glaube, die Aussicht auf kleines Eis macht jedes Kind zu einem lieben Kind. Zusammen mit einem Spaziergang hat man außerdem eine tolle Quality Time mit der kleinen Maus. Aber Achtung vor den Straßencafés ;)

 

3.      Pasta e Basta
Als Halbitalienerin bin ich mit Pasta groß geworden. Zum Glück haben wir in unserer Straße einen tollen Italiener (mit ein Grund für den Hauskauf ;)) Natürlich ist ein Date um 20 Uhr nicht mehr drin. Aber warum nicht zur Schreistunde essen gehen..? Anfangs habe ich mich geweigert, um 17 Uhr im Restaurant zu sitzen. Aber warum eigentlich? Der Laden ist noch leer. Und ein quengeliges Kind ist für Gäste und Personal weniger störend. Außerdem hat man gleich ein leckeres Essen und kann direkt auf die Couch, wenn das Kind im Bett liegt :) Übrigens hilft es noch mehr, mit einer Familie essen zu gehen, die ebenfalls ein kleines Kind hat. Die beiden beschäftigen sich häufig miteinander und man kann halbwegs in Ruhe essen :)

 

4.   Wasch & Weg

Ein Badewanne mit viel Schaum und Spielsachen, die man nicht jeden Tag sieht, ist für viele Kinder eine tolle Ablenkung. Außerdem stimmt sie auf das Zubettgeh-Ritual ein. Steigt man mit dem Kind in die Wanne, hat man sich auch die Dusche und das Haarewaschen am am nächsten Morgen gespart ;)

 

Man munkelt, dass diese Schreistunde irgendwann überwunden ist. Ich warte noch auf diesen Tag, und Emilia ist nun eineinhalb! Das Wichtigste ist aber: es liegt nicht an uns, liebe Mamis. Lasst Euch also nicht aus der Ruhe bringen und zieht Euer Programm durch. Und nicht vergessen: in wenigen Minuten geht es ab ins Bett ;)

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